Netzwerk „Energie- und Zukunftsspeicher“ erarbeitet Thesen für dekarbonisierte Wärmenetze

Das Netzwerk Energie- und Zukunftsspeicher wirbt für eine stärkere Einbindung von Speichern in den Kontext der Wärmewende und Sektorkopplung. Beim Netzwerktreffen in Halle haben die Vertreter von sieben Stadtwerken zusammen mit der BBH-Gruppe Thesen erarbeitet, wie Wärmenetze im urbanen Umfeld ihr Potential noch besser entfalten können.

Gerade in dicht besiedelten Gebieten bieten sich Wärmenetze als effiziente „Gesamtsystemoptimierer“ an, so eine der zentralen Thesen des Netzwerks, das sich im Februar dieses Jahres im Rahmen der E-world gegründet hat. Durch eine diversifizierte Erzeugung ließen sich angebotsabhängige Schwankungen besonders gut abfedern. Die Einspeisung Erneuerbarer Energien und industrieller Abwärme bietet außerdem die Chance auf eine emissionsarme Versorgung – klare Bedingungen für Abnahme und Netzsteuerung vorausgesetzt. Kostenoptimierungen würden, so lautet eine weitere Netzwerk-These, durch die sinnvolle Absenkung des Temperaturniveaus in Wärmenetzen möglich sein.

Eine Anregung geht dabei in Richtung Forschung: die technologische Entwicklung sollten verstärkt in Richtung mehr Flexibilität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit gehen. Aber auch die ökonomischen Rahmenbedingungen müssen stimmen. „Um die Wärmenetze auch als ganzheitlichen Sektorkoppler zu etablieren, müssen Speicher, Power-to-heat-Technologien und Großwärmepumpen wirtschaftlich attraktiver werden“, so BBHC-Vorstand Marcel Malcher. „Der Abbau ökonomischer Hemmnisse aus den aktuellen Entgelt-, Abgaben- und Umlagestrukturen, um Sektorenkopplung systemdienlich einsetzen zu können, sind dafür unumgänglich“ ergänzt BBH-Anwalt Dr. Markus Kachel.

Das Netzwerk Energie- und Zukunftsspeicher, initiiert von den Stadtwerken Heidelberg und der EVH Halle wächst derzeit um weitere kommunalen Wärmenetzbetreibern und setzt sich zusammen mit der BBH-Gruppe für die Verbesserung des bestehenden Rechts- und Förderrahmens für Wärmespeicher- und Wärmenetztechnologien ein. Unterstützung erfährt das Netzwerk auch von der GEODE, dem europäischen Verband der unabhängigen Strom- und Gasverteilerunternehmen.

Becker Büttner Held ist ein führender Anbieter von Beratungsdienstleistungen für Energie- und Infrastrukturunternehmen und deren Kunden. Den Kern der Mandantschaft bilden zahlreiche Energie- und Versorgungsunternehmen, vor allem Stadtwerke, Kommunen und Gebietskörperschaften, Industrieunternehmen sowie internationale Konzerne. Diese und viele Unternehmen und Institutionen aus anderen Bereichen unterstützt BBH sowohl in allen Rechtsfragen als auch betriebswirtschaftlich und strategisch.

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