Boris Schucht ist „Energiemanager des Jahres 2017“

Der Vorsitzende der Geschäftsführung (CEO) des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz wurde von einer Jury aus hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien zum Energiemanager des Jahres 2017 gewählt. Er erhält die Auszeichnung für seinen engagierten, ideologiefreien Netzausbau zur Integration von Ökostrom in das Übertragungsnetz.

Jury-Mitglied Prof. Christian Held, Partner bei BBH; „Den beruflichen Lebensweg von Boris Schucht verfolge ich seit vielen Jahren mit Aufmerksamkeit und Bewunderung. Er hat die Energiewirtschaft in den neuen Bundesländern in verschiedenen Funktionen maßgeblich mit gestaltet. Seine Rolle als CEO von 50Hertz geht aber sogar weit über diese Bedeutung hinaus: Boris Schucht hat mit großem Erfolg die eigentumsrechtliche Entflechtung des Höchstspannungsnetzes in Ostdeutschland umgesetzt und vorbildlich ein Unternehmen aufgebaut, das im schwierigen regulatorischen Umfeld wirtschaftlich bestehen kann und die Energiewende praktisch umsetzt. Parallel hierzu wurde Boris Schucht einer der profiliertesten Vertreter der Interessen der Übertragungsnetzbetreiber europaweit und prägt die Energielandschaft insgesamt.“

„50Hertz betreibt nicht nur die größte Steckdose Europas, das Unternehmen baut sie sogar ständig aus. Um die enormen regenerativ erzeugten Strommengen aus seinem Netzgebiet abzutransportieren, muss 50Hertz kontinuierlich Großprojekte finanzieren, planen, politisch und kommunikativ absichern und schließlich auch noch durchführen. Dass dies seit Jahren weitgehend reibungslos gelingt, ist ein großer Verdienst von Boris Schucht“, so die Beurteilung des Jurors Dr. Christof Spangenberg, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens K.Group.

Der Preisträger Boris Schucht zu seiner Ehrung: „Ich fühle mich mit dieser in unserer Branche sehr angesehenen Auszeichnung persönlich sehr geehrt. Besonders freut mich, dass der Preis in diesem Jahr an einen Netzbetreiber geht. Dies dokumentiert die fundamentale Bedeutung des Netzes als Teil des Gesamtsystems. Insofern nehme ich die Auszeichnung gerne stellvertretend für alle Stromnetzbetreiber entgegen. Mein Dank gilt der Jury, aber natürlich auch allen Mitarbeitern bei 50Hertz, denn ohne ihr Engagement würde unser Unternehmen nicht dort stehen, wo es steht.“

E&M-Herausgeber Helmut Sendner, der den Preis „Energiemanager des Jahres“ im Jahr 2000 ins Leben der Liberalisierung des Energiemarktes rief: „In der manchmal ideologisch geführten Diskussion um den erforderlichen Netzausbau – hier Übertragungsnetzbetreiber, da Verteilnetzbetreiber – geht Boris Schucht einen pragmatischen Weg: Er handelt im Sinne einer notwendigen Netzintegration von erneuerbar erzeugten Strom und damit für Versorgungssicherheit in Deutschland und seine Grenzen hinaus.“

Boris Schucht ist seit Februar 2010 Vorsitzender der Geschäftsführung von 50Hertz in Berlin. Das Unternehmen sorgt als Übertragungsnetzbetreiber im Norden und Osten Deutschlands für den Betrieb, die Instandhaltung, die Planung und den Ausbau der Übertragungsnetze auf den Gebieten der Bundesländer Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Im Netzgebiet von 50Hertz wurde im Jahr 2016 fast die Hälfte des Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt.

Anteilseigner von 50Hertz sind der belgische Netzbetreiber Elia (60 %) sowie der australische Infrastrukturfonds IFM Investors (40 %).


Die bisherigen Preisträger

2016 – Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG
2015 – Dr. Georg Müller, Vorstandsvorsitzender der Mannheimer MVV Energie AG
2014 – Michael Lucke, Geschäftsführer des Allgäuer Überlandwerkes GmbH
2013 – Heiko von Tschischwitz, Gründer und Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburger LichtBlick SE
2012 –  Johannes van Bergen, damals Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH
2011 – Bernd Wilmert, damals Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum GmbH
2010 – Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG
2010 – Herbert Dombrowsky, damals Vorsitzender der Geschäftsführung der N-Ergie AG
2010 – Michael G. Feist, damals Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG
2010 – Dr. Thorsten Radensleben, Vorstandsvorsitzender der badenova AG
2009 – Dr. Kurt Mühlhäuser, damals Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke München GmbH
2008 – Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH
2007 – Dr. Hans-Bernd Menzel, damals Vorstandsvorsitzender der EEX AG
2006 – Dr. Werner Brinker, damals Vorstandsvorsitzender der EWE AG
2005 – Dr. Klaus Rauscher, damals Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe AG
2004 – Helmut Haumann, damals Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG
2003 – Dr. Dieter Attig, damals Vorstandsvorsitzender der Stawag AG
2002 – Dr. Dieter Nagel, damals Vorstandsvorsitzender der Thüga AG
2001 – Roland Hartung, damals Sprecher des Vorstandes der MVV Energie AG
 

Die Jury

Hans-Willy Bein – Freier Journalist
Michael Ebling  – Präsident des Verbandes Kommunaler Unternehmen, VKU

Prof. Dr. Manfred Fischedick – Vizepräsident des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
Michael Hegel – Finanzexperte
Christian Held – Partner Becker Büttner Held
Stefan Kapferer  – Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, BDEW

Prof. Dr. Claudia Kemfert – Abteilungsleiterin Energie beim DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
Helmut Sendner – Herausgeber Energie & Management
Dr. Christof Spangenberg – Geschäftsführer der  K.Group GmbH


Der Preis
Der von der Zeitung Energie & Management initiierte und von der Kanzlei Becker Büttner Held und der Unternehmensberatung K.Group mitgetragene Preis wird 2017 zum siebzehnten Mal vergeben. Bewertungskriterien sind allgemeine Führungsqualitäten, soziale und gesellschaftliche Kompetenz sowie nachhaltige Unternehmensentwicklung.


Für Rückfragen und weitere Informationen:
Energie & Management Verlagsgesellschaft mbH
Helmut Sendner
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